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XTB TRADEBEAT

DE30: Durchwachsener Handelsstart an den Börsen in Europa

Zusammenfassung:

  • Aktien in Europa heute sehr gemischt aufgestellt
  • FED konnte die Investoren der US Aktien nicht abschrecken
  • Deutsche Börse veröffentlicht enttäuschende Erträge aus dem zweiten Quartal

     

Die Fed hat das Zinsniveau gestern beibehalten, was größtenteils am Markt erwartet wurde. Auch wenn der Konsen eine Änderung der Zinsen nicht erwartet hat, lag der Fokus auf dem Bericht, dessen Aussagen deutlich dovischer interpretiert werden können und das ohne Rücksicht darauf, dass es Änderungen von Aussagen dazu gab, wann sich die Bilanzen etwas reduzieren. Die Formulierung, dass der Normalisierungsprozess “in diesem Jahr” startet wird wurde mit “relativ bald” ersetzt. Die Bestätigung einer schlechteren Inflation als gedacht könnte die Sichtweisen der Investoren etwas ändern, wenn es um eine weitere Anhebung der Zinsen in diesem Jahr geht.  

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Der Dax (DE30 auf der xStation5) konnte gestern nicht durch das Level bei 12.300 Punkten brechen. Quelle: xStation5

   

Aus technischer Sicht sieht der Ausblick für den DE30 nicht sehr vielversprechend aus, zumindest nicht aus der Sicht der Bullen. Der Index konnte am gestrigen Handelstag nicht durch das Level bei 12.300 Punkten brechen, was für die Bullen ein wichtiges Level war, um die Preise weiter nach oben zu treiben. Resultat des gestrigen Handelstages war eine Kerze, die einem ShootingStar ähnelt. Solange die Preise jedoch in der Nähe des oben erwähnten Widerstands bleiben, gibt es durchaus Anreize den DE30 zu kaufen. Die Bullen werden vom 23,6% Retracement des seit Oktober 2016 bestehenden Aufwärtstrends unterstützt.   

Durch weitere Bewegungen könnte der Index kurzfristig gesehen zwischen dem Widerstand bei 12.300 Punkten und den letzten Tiefs, was durch große Schatten bei ca. 12.130 Punkte gekennzeichnet ist, sich hin und her bewegen.

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Die Aktie der Deutschen Börse wird heute stark abverkauft, ebenso die Aktien der Deutschen Bank und Bayer, die Aktie der Allianz ist der Spitzenreiter in den ersten Handelsstunden. Quelle: Bloomberg

    

Schauen wir uns noch die Handelszeit in Asien an. Der Nikkei (JAP225) schloss mit 0,15% im Plus, der Hang Seng (HKComp) konnte 0,25% zulegen, der australische S&P/ASX200 verbuchte Gewinne von 0,15% wohingegen der Shanghai Composite nur knapp über dem Nullpunkt schließen konnte (+0,06%). Zusammengefasst kann man sagen, dass die Investoren in Fernost relativ vorsichtig nach der Entscheidung der Fed an den Handel herangegangen sind, auch weil der Dollar nach der Entscheidung deutlich an Wert verloren hat. 

Vor den wichtigen Unternehmensnachrichten schauen wir uns die Aktienmärkte in Europa an. Die Performance ist bisher sehr gemischt, auch wenn die Grundtendenz eher positiv ist. Der DE30 liegt aktuell 0,2% im Minus, was durch den starken Abverkauf von drei Aktien in den ersten Handelsstunden herbeigeführt wurde. Der FTSE100 (UK100) liegt bei 0,1% im Plus, der CAC40 (FRA40) konnte bisher 0,35% zulegen und auch der EuroStoxx50 (EU50) liegt mit 0,35% in der Gewinnzone. 

   

Unternehmensnachrichten:

Die Aktie der Deutschen Börse ist heute deutlich hintern den anderen Aktien. Gestern wurde berichtet, dass der Reingewinn im zweiten Quartal von 183,5 Millionen Euro auf 176,3 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Das EPS rutschte von 0,98 Euro auf 0,94 Euro ab. Der Firmenchef sagte, dass “auch wenn die Entwicklung der Firma leicht unter den eigenen Erwartungen lag, es dennoch möglich sei, die Gewinnziele für das gesamte Jahr zu erreichen”.   

Die Earning Season tat auch der Deutschen Bank (DBK.DE) nicht gut, da die Bank Ergebnisse für das zweite Quartal veröffentlichte, die schlechter als erwartet waren. Das Nettoeinkommen der letzten drei Monate stieg auf 822 Millionen Euro, was weit über dem Konsens bei 273 Millionen Euro lag. Auch das EBIT stieg auf 822 Millionen Euro, die Erwartungen lagen hier bei 547 Millionen Euro. Ein Grund, warum die Aktie aber einen deutlichen Rückschlag erlitt ist, dass die Umsätze um 6,6 Milliarden Euro abgenommen haben, was ein Rückgang von 10% zu der gleichen Periode im vergangenen Jahr darstellt und unter dem vom Konsens erwarteten 7,08 Milliarden Euro liegt. In einem Schreiben an die Aktionäre betonte man, dass “die Umsätze im operativen Geschäft niedriger waren als im Vergleich zum Vorjahr.” 

Die Aktie der Allianz (ALV.DE) ist die beste Aktie heute, nachdem auch die vorläufigen Ergebnisse zum zweiten Quartal veröffentlicht wurden. Die Nettoeinnahmen beliefen sich auf 2 Milliarden Euro, wohingegen der Konsen 1,62 Milliarden Euro erwartet hatte. Aktuell sieht man für das Jahr 2017 den Konzerngewinn bei 10,3-11 Milliarden Euro.

    

Offenlegung gemäß § 34b WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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