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ÖL: Bearishe Datenlage vs. OPEC Deal

Der Ölmarkt geriet in den vergangenen Tagen wieder in Bewegung. Der Grund: Reuters und Bloomberg haben die Umsetzung der Förderkürzung der OPEC unter die Lupe genommen. Vereinbart war die Förderung um 1,2 Mio. Barrels/Tag zu drosseln. Nimmt man die nicht-OPEC Länder hinzu, wurde dieses Ziel laut Reuters im Januar zu 80% erreicht, da die Drosselung bei ca. 0,9 Mio. Barrels/Tag lag. Bloomberg sah die Kürzung nur bei 0,84 Mio Barrels/Tag und warf Russland vor, nur die Hälfte der zugesagten Drosselung von rund 300 Tsd. Barrels/Tag einzuhalten.

Einige Analysten vertreten die Meinung, dass das “smart money” institutioneller Investoren beginnen würde, den OPEAC Deal ernst zu nehmen und auf steigende Preise setzt. Wir glauben jedoch, dass diese Kürzungen bereits eingepreist sind, bzw. haben in vergangenen Analysen bereits auf die Instabilität solcher OPEC Deals hingewiesen. 

Dazu kommt die Neuigkeit, dass US-Amerikanische Unternehmen wohl wieder anfangen Ihre inländische Ölförderung wieder aufzunehmen. Und das bei nur rund 54$/Barrel! Die Zählung neuer Bohrtürme vom Freitag offenbarte den höchsten Stand seit Oktober 2015.

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Die Zahl der Bohrtürme wächst, was darauf hindeutet, dass Ölproduzenten davon ausgehen, dass die Preise stabil bleiben, oder sogar steigen werden. Die Daten der EIA zeigen, dass die neuen Anlagen fast doppelt so effektiv sind, wie jene aus der Fracking-Boom Zeit. Dies lässt den Rückschluß zu, dass die USA auch mit dem immer noch niedrigen Ölpreis Ihren Output steigern werden.

Neben der Gefahr, dass die Ölförderungen entgegen aller Erwartungen wieder ansteigen wird, gibt es noch ein weiteres Problem: Die Nachfrage nach Benzin ist in den USA förmlich implodiert. Der 4-Wochendurchschnitt lag nur noch bei 8,2 Mio. Barrel/Tag und erreichte damit den Tiefpunkt vom Februar 2012! Das Analysehaus Wood Mackenzie versucht zwar zu beschwichtigen, dass man auf die nächste Datenerhebung Ende des Monats warten sollte, um den Trend zu bestätigen. Wir glauben jedoch, dass US Raffinerien vor Problemen stehen könnten.

Die EIA Daten zeigen außerdem interessante Exportentwicklungen. Drei große Amerikanische Ölhändler gaben bekannt, dass Sie alleine im Februar zwischen 0,7 und 0,9 Mio. Barrel/Tag nach Asien verschiffen werden. Dies wird die OPEC aus zwei Gründen ärgern: Erstens füllen die USA damit fast genau die Förderkürzung wieder auf und zweitens ist Asien ein wichtiger Absatzmarkt, den die OPEC sich nicht leichtfertig von den Amerikanern abjagen lassen wird. Die jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem Iran könnte der letzte Tropfen sein, der das Ölfaß “OPEC Deal” zum überlaufen bringen könnte. 

WTI kämpft immer noch mit einem übergeordneten Widerstandslevel, konnte aber ein Dreieck nach oben verlassen. Aus fundamentalen Gründen sind wir jedoch bearish eingestellt und bleiben bei unserem vergangenen Öl Trading Setup.

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WTI nähert sich einem wichtigen Widerstandslevel. Quelle: xStation5

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Offenlegung gemäß § 34b WpHG zwecks möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen in den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine mündliche Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind.

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